Querschnitt durch die neue Literatur - Bericht

Am 28. März 2006 war Daniela Binder, Buchhändlerin der Buchhaltung Obergass in Winterthur, zu Gast im Frauennetz und präsentierte eine Auswahl an neuen Büchern, geschrieben von Autorinnen.

Für diejenigen, welche die Veranstaltung verpasst haben oder sich nicht mehr ganz an alle Bücher erinnern können, hier die Liste der vorgestellten Bücher.

Andere Kultur
Jorn Riel; Vor dem Morgen

Schwestern
Margriet de Moor; Sturmflut
Rabea Edel; Das Wasser, in dem wir schlafen

Frauenleben
Bertina Henrichs; Die Schachspielerin
Patricia Duncker; Miss Webster und Chérif
Yvette Z'Graggen; Weiher unter Eis

Historisch
Margrit Schriber; Das Lachen der Hexe

Unterhaltung
Ana Veloso; Der Durf der Kaffeblüte
Nicole C. Vosseler; Der Himmel über Darjeeling

Beziehungsgeschichten
Nicci Gerrard; Als er für immer ging
Meg Mullins; Der Teppichhändler
Vonne van der Meer; Was du nicht willst

Familiengeschichten
Clare Sambrook; Der Freitag nach dem Freitag nach dem Sonntag
Tanja Dückers; Der längste Tag des Jahres

Krimis
Camilla Läckberg; Der Prediger von Fjällbacka
Petra Ivanov; Tote Träume
Simone van der Vlugt; Klassentreffen


Bestellt werden können alle diese Bücher bei:

Obergass Bücher GmbH
Daniela Binder
Obergasse 2a
8402 Winterthur
Telefon 052 213 26 62
Fax 052 213 96 45
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www.obergassbuecher.ch


zusätzliche Beschreibung der Bücher:

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Jorn Riel; Vor dem Morgen

Zum Autor
Jørn Riel, 1931 in Odense (Dänemark) geboren, nahm bereits als Neunzehnjähriger an einer geologischen Expedition in die Arktis teil; insgesamt lebte er sechzehn Jahre in Grönland. Jahrelang war er für die Vereinten Nationen auf verschiedenen Kontinenten tätig. Heute lebt er abwechselnd in Malaysia und in Südschweden. Sein Werk umfasst über vierzig Romane und Erzählungsbände, die allein in Dänemark eine Gesamtauflage von über einer Million erreichten, in viele europäische Sprachen übersetzt und international mehrfach ausgezeichnet wurden.

Beschreibung
Einen glücklichen Sommer verbringen die Inuit-Großmutter Ninioq und ihr Lieblingsenkel Manik auf einer kleinen, unbewohnten Insel vor der Küste Grönlands. Sie trocknen den reichen Fang des Frühjahrs, und während der hellen Nächte vertreiben sie sich die Zeit mit Geschichtenerzählen. Unter der Anleitung der weisen Ninioq macht Manik die ersten Schritte auf seinem Werdegang als tüchtiger Fänger. Als der Herbst kommt, freuen sich die beiden auf die Heimkehr in die Siedlung. Aber die Boote, die sie zurückholen sollten, bleiben aus. Ninioq hält immer wieder vergeblich Ausschau. Was wäre, wenn sie den unbarmherzigen arktischen Winter alleine überstehen müssten? Was, wenn sie gar die letzten Menschen auf dieser Welt wären? »Vor dem Morgen« wird zurzeit von der kanadischen Inuit-Mediengesellschaft Igloolik Isuma verfilmt, den Produzenten des Welterfolgs ›Atanarjuat, der schnelle Läufer‹, der 2001 in Cannes mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde.

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Margriet de Moor; Sturmflut

Zur Autorin
Margriet de Moor: Margriet de Moor, geboren 1941, studierte in Den Haag Gesang und Klavier. Nach einer Karriere als Sängerin, vor allem mit Liedern des 20. Jahrhunderts, studierte sie in Amsterdam Kunstgeschichte und Architektur. Sie veröffentlichte zunächst die Erzählungsbände "Rückenansicht" und "Doppelporträt". Schon ihr erster Roman "Erst grau dann weiß dann blau" wurde ein sensationeller Erfolg und in alle Weltsprachen übersetzt.

Beschreibung
Ein kleines Tief setzt sich von Grönland aus in Richtung Westeuropa in Bewegung. Am selben Tag bittet Armanda ihre Schwester Lidy, am Wochenende einen Besuch bei ihrem Patenkind in Zeeland zu übernehmen. Unterdessen will sie selbst Lidys zweijährige Tochter hüten und mit Lidys Mann auf eine Party gehen. Armanda ahnt nicht, dass sie mit ihrem kleinen Rollentausch das große Schicksal provoziert: Lidy gerät in jene Sturmflut, die einen Teil Hollands für immer von der Landkarte tilgen wird.

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Rabea Edel; Das Wasser, in dem wir schlafen

Zur Autorin
Rabea Edel wurde 1982 geboren, wuchs in Cuxhaven auf und lebt in Berlin. Sie studiert an den Universitäten in Berlin und Siena, hat das Prosawerkstatt-Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung (2005) erhalten und ist Preisträgerin des 12. Open-Mike-Wettbewerbs (2004). "Das Wasser, in dem wir schlafen" ist ihre erste Buchveröffentlichung.

Beschreibung
Die Tiefen des Wassers. Die Untiefen der Gefühle. Rabea Edels Romandebüt über zwei Schwestern, die zu Rivalinnen werden. Rabea Edel ist eine neue, aufregende Stimme in der deutschen Literatur. Meisterhaft versteht sie es, wechselvolle Stimmungen und Gefühle zu beschreiben; präzise und hellsichtig seziert sie den fatalen Konkurrenzkampf und Liebe stanz der beiden Schwestern. Das macht "Das Wasser, in dem wir Schlafen" zu einem Romandebüt von seltenem poetischen und erzählerischen Glanz. "Dies ist das beste Debüt des Frühjahrs. Eine Geschichte von trauriger Schönheit. In Siena trifft "Bücher" Rabea Edel, Deutschlands große neue Dichterhoffnung. Was für ein Anfang! Was für ein Roman!"

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Bertina Henrichs; Die Schachspielerin

Beschreibung
Im Leben von Eleni ist eigentlich alles in bester Ordnung: Sie führt eine glückliche Ehe mit Panos, dem Besitzer der Autowerkstatt, hat zwei wohl geratene Kinder und liebt ihren Beruf als Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos. Doch dann stößt Eleni eines Morgens bei ihrer Arbeit aus Versehen die Figur einer unbeendeten Schachpartie um. Wohin gehört die kleine Holzfigur? Eleni versteht nichts vom Schach und stellt den Springer verlegen neben das Brett. In den Tagen darauf wird sie den Gedanken an das geheimnisvolle Spiel nicht mehr los, hinter dem sich für sie eine neue, ungeheuer aufregende Welt verbirgt. Aber gehört es sich für ein einfaches Zimmermädchen, das vielleicht älteste und komplizierteste Spiel der Welt zu lernen? Darf sich eine gewöhnliche Frau auf Naxos einen ungewöhnlichen Traum erfüllen?

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Patricia Duncker; Miss Webster und Chérif

Zur Autorin
Patricia Duncker: Patricia Duncker wurde in Jamaika geboren, siedelte mit dreizehn Jahren nach England über, studierte Philosophie und Literaturwissenschaften. Sie lehrt an der University of Wales und lebt in London und in Südfrankreich. In Deutschland wurde sie durch ihren Roman "Die Germanistin" bekannt.

Beschreibung
Elizabeth Webster ist eine ziemlich halsstarrige Dame. In Little Blessington, dem idyllischen englischen Dörfchen, in dem sie lebt, gilt sie als Kuriosum. Leidenschaftlich unabhängig, schlagfertig und voller Widerspruchsgeist ist sie nicht immer eine angenehme Zeitgenossin. Manche der Dorfbewohner halten lieber Abstand zu ihr, und so hat sie sich ungestört, aber auch einsam in ihrem Leben eingerichtet. Doch eines Abends steht Chérif, ein schöner junger Marokkaner, vor der Tür, und ihre wohlgeordnete Welt gerät ins Wanken. Chérif, der Sohn von Saïda, die Miss Webster auf einer Marokkoreise kennen gelernt hat, ist zum Studium nach England gekommen und weiß nicht, wo er bleiben soll. Unversehens kommt Miss Webster zu einem Untermieter. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, die knorrige Dame und der schüchterne Berber, der in der Wüste aufgewachsen ist, und doch geschieht das Unglaubliche: Die beiden freunden sich an. Während Miss Webster Chérif hilft, sich in der fremden Welt zurechtzufinden, beobachten die Nachbarn misstrauisch, was vor sich geht. Zu jung und schön ist Chérif, Araber dazu, als dass das gut gehen könnte. Miss Webster und Chérif erzählt diese alte Geschichte auf phantasievolle Weise neu und spielt dabei virtuos mit herrschenden Vorurteilen. Patricia Duncker zählt zu den bedeutendsten englischen Schriftstellerinnen der Gegenwart und zeigt sich auf der Höhe ihrer Kunst. Mit Miss Webster und Chérif hat sie einen kurzweiligen und provokanten Roman geschrieben, ein Buch über die Tatkraft alter Damen, das in der Tradition von Driving Miss Daisy und Harold & Maude steht.

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Yvette Z'Graggen; Weiher unter Eis

Zur Autorin
Yvette Z'Graggen: Yvette Z'Graggen, geboren 1920 in Genf. Mit 24 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman "La vie attendait", der ein großer Erfolg wurde. Seither publizierte sie zahlreiche Werke: Romane, Erzählungen, Hörspiele. Daneben war sie als Übersetzerin undwährend vieler Jahre als Mitarbeiterin von Radio Suisse Romande tätig. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebt in Genf.

Beschreibung
Auf der Suche nach einer Zahnarztpraxis emfpindet die 70jähre Agnès plötzlich ein merkwürdiges Unwohlsein, hat unvermittelt den Eindruck eines Déjà-vu. Ihr Unbehagen wird unerträglich und plötzlich verspürt sie einen Schock, »wie wenn man mitten in einem Traum erwacht«, denn sie erkennt das hässlich gelbe Haus des alten Deutschlehrers, und »das kommt von weit her, aus einem anderen Leben.« In diesem Quartier hat sie nämlich als 13jährige zusammen mit ihrer Mutter zehn traumatische Ferientage im Haus ihres Grossonkels verbracht. Plötzlich erinnert sie sich ganz genau an den Weiher hinter dem Haus, in den sie sich vor dem zudringlichen Musikstudenten Attilio in letzter Not zu den »bösen, lauernden Fischen« gerettet hat. An den Weiher, den ihre Urgrossmutter Mamidèle dazu benutzt hatte, um der drohenden Abschiebung in ein Altersheim zu entgehen ¿ Die Verarbeitung dieser dramatischen Ereignisse, die Agnès seit jeher verdrängte, ist für die alte Frau zutiefst heilsam: Denn an diesem schicksalhaften Tag wird sie ihrem Lebensgefährten Bernard erzählen, »was ich noch nie jemandem habe erzählen können«.

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Margrit Schriber; Das Lachen der Hexe

Beschreibung
Im Jahr 1753 stirbt Anna Maria Gwerder im Gefängnis von Schwyz an den Folgen der Folter, noch bevor sie in einem ordentlichen Verfahren als Hexe verurteilt werden kann. Der Witwe des Bezirksvorstehers Meinrad Gwerder, die im Muothatal revolutionäre Neuerungen einführen wollte, wurde ihre Tüchtigkeit zum Verhängnis. Margrit Schriber erzählt ihr Schicksal in seiner erschreckend zwingenden Logik im Denken der damaligen Zeit.

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Ana Veloso; Der Durf der Kaffeeblüte

Beschreibung
Ein Land im Umbruch ... Eine Frau, die gegen die Konventionen kämpft ... Eine Liebe, die nicht sein darf ... Brasilien 1884: Auf der elterlichen Kaffeeplantage Boavista führt die 17-jährige Vita ein unbeschwertes Leben. Ihre Eltern sind reich und mächtig. Um die Hand ihrer schönen Tochter bewerben sich die vornehmsten Verehrer - doch Vita hat ihren eigenen Kopf und verliebt sich ausgerechnet in den Journalisten León. Dieser aber ist ein Rebell, der nur ein Ziel vor Augen hat: die Abschaffung der Sklaverei - und der Wohlstand von Vitas Familie beruht auf der Ausbeutung von Sklaven. Eine Verbindung mit ausgerechnet diesem Mann ist für die feine brasilianische Gesellschaft unakzeptabel. Für Vita ein Grund mehr, den Kampf um den Mann ihrer Träume aufzunehmen. Doch dann wird sie schwanger, und León ist auf einmal spurlos verschwunden ...

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Nicole C. Vosseler; Der Himmel über Darjeeling

Beschreibung
"Der Priester intonierte in einem eigentümlichen Singsang die alten Worte der Heiligkeit der Ehe. Die Luft war schwer von Räucherwerk, süß, holzig und betäubend. Helena bebte, doch sie spürte Ians Hand, die ihre kalten Finger sanft und doch fest drückte, seine Ringe kühl in ihrer bemalten Handfläche. Stunden schien es zu dauern, ehe der Priester zu ihnen trat und Ian, der sich tief verbeugte, einen langen, bestickten Schal umlegte, dessen Ende er mit einem Zipfel von Helenas Sari verknotete. Symbolisch so miteinander vor den Göttern verbunden, schritten sie langsam um das Feuer, insgesamt siebenmal, unter dem Gesang des Priesters und der gespannten Stille der Menge, die im Dunkel um das Feuer nur mehr zu erahnen war. Der Priester reichte Ian eine Schale mit rotem Zinnoberpuder, in das dieser den Ring an seinem Ringfinger tauchte und Helena damit über die Stirn strich." Eine Geschichte wie Indien selbst - dramatisch wie der Monsun, farbenprächtig wie eine indische Braut und bewegend wie ein Sonnenaufgang im Himalaya.

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Nicci Gerrard; Als er für immer ging

Zur Autorin
Nicci Gerrard: Nicci Gerrard ist der weibliche Teil des Erfolgs-Duos Nicci French. Unter diesem Pseudonym hat die englische Journalistin mit ihrem Ehemann Sean French bereits zahlreiche Bücher im Spannungsgenre veröffentlicht, die regelmäßig die Bestsellerlisten erobern. 2004 begeisterte Nicci French mit ihrem Roman Als wir Töchter waren, ihrem ersten Soloauftritt als Autorin.

Beschreibung
Wann hatte er aufgehört, sie zu lieben? Irene wusste es nicht. Denn sie wollte die Zeichen nicht sehen: die schicken Hemden, die Adrian plötzlich trug, den Hauch fremden Parfüms, der ihn ständig umgab, seine endlosen Theaterproben in London. Als sie ihren Ehemann im Bett der Geliebten findet, fällt Irene ins Bodenlose. Weil sie es ihren Töchtern nach der Scheidung nicht noch schwerer machen will, funktioniert sie weiter wie ein Automat. Erst als sie allein nach Südfrankreich reist, kann sie um die verlorene Liebe trauern - und entdeckt sich neu. Irene gewinnt das Vertrauen in sich selbst und in das Leben zurück und ist selbst dramatischen Ereignissen gewachsen. Endlich träumt sie wieder in bunten Farben, und sie lächelt im Schlaf. Und eines Tages fragt sie sich: Wann habe ich wieder angefangen zu lieben? Ein Buch wie eine gute Freundin, das tröstet und Flügel verleiht - so klug und warmherzig, dass man sich nie wieder davon trennen möchte.

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Meg Mullins; Der Teppichhändler

Beschreibung
Wenn er seinen Laden schließt und es Zeit wäre, sich mit Freunden den Reizen New Yorks hinzugeben, fährt Uschman allein zum Flughafen. Hier kam er vor drei Jahren an, ein Teppichhändler aus dem Iran. Und hier, das hat er sich seither jeden Tag ausgemalt, wird er seine Frau Farak in die Arme schließen und ihr zeigen, was er mit dem Verkauf der Teppiche aufgebaut hat, die sie ihm regelmäßig aus Tabriz schickt. Obschon der Flughafen, diese große Szenerie der Abschiede und des Wiedersehens, Uschmans Einsamkeit noch einmal potenziert, zieht es ihn immer wieder dorthin - so auch am Tag, an dem er seine Hoffnungen endgültig begraben muss, weil Farak ihm mitteilt, dass sie die Scheidung eingereicht hat, um frei zu sein für einen neuen Mann. Im Augenblick der Verzweiflung begegnet Uschman plötzlich einer sehr jungen Frau, lange beobachten sie einander nur - sie, die hübsche blonde Amerikanerin, und er, der ältere Einwanderer. Aus diesem Blickwechsel entsteht unerwartet und wider jede Vernunft eine Liebesgeschichte, so schön, so anrührend, wie es nur selten vorkommt im Leben und in der Literatur. Mit ungewöhnlicher Stilsicherheit und entwaffnender Lebensweisheit hat Meg Mullins einen berückenden Debütroman vorgelegt, dessen Figuren man nicht wieder vergisst.

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Vonne van der Meer; Was du nicht willst

Zur Autorin
Vonne van der Meer: Vonne van der Meer geboren 1952, veröffentlichte mehrere Romane. Im Gustav Kiepenheuer Verlag erschienen »Inselgäste« und »Die letzte Fähre« (beide auch bei AtV lieferbar). In den Niederlanden verkauften sich ihre Bücher über 100.000mal, und auch hierzulande avancierten ihre Titel zu geheimen Bestsellern.

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Clare Sambrook; Der Freitag nach dem Freitag nach dem Sonntag

Beschreibung
"Ich hätte gedacht, dass sie Hubschrauber schicken, die mit Superscheinwerfern meilenweit das Gelände ableuchten, Suchhunde und ganze Trupps von Männern mit kantigem Kinn und Gewehren, die "Hopp-Hopp-Hopp!" rufen. Dass sie die Autobahn sperren, Autos durchsuchen. Aber so war es nicht." Harry Pickles ist neun Jahre alt, als er mit seinem kleinen Bruder Dan einen Schulausflug ins Legoland macht. Die Kinder verbringen einen fantastischen Tag mit Sky-Rider, Wasserbomben und Zaubervorstellung. Auf der Rückfahrt nach London fängt es an zu regnen. Es ist warm und gemütlich im Bus und riecht nach Schokolade, Käsebroten und verschwitzten Kindern. Doch als sie auf dem Schulparkplatz ankommen, fehlt Dan. Clare Sambrook zeichnet das Porträt eines Neunjährigen im Schockzustand, der mit Schuldgefühlen und dem Verlust eines geliebten Menschen zurechtkommen muss. Fesselnd, authentisch, manchmal fast unerträglich traurig, zugleich lebensbejahend und sehr witzig.

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Tanja Dückers; Der längste Tag des Jahres

Zur Autorin
Tanja Dückers: Tanja Dückers, geboren 1968 in Berlin. Für ihren Roman "Spielzone" und ihre Kurzprosa in "Cafe Brazil" erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien. Sie lebt in Berlin und Barcelona.

Beschreibung
Ein Roman, der unser aller Leben betrifft Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, reißt das Läuten des Telefons vier Geschwister aus ihrem Alltag: Gerade ist der Vater, das"Zentralgestirn"der Familie, gestorben. Was die Todesnachricht bei den Geschwistern auslöst, fügt sich subtil zu einem scharfsinnigen Familienporträt. Selten ist dieser einschneidende Moment eindrucksvoller eingefangen worden als in dem neuen Roman von Tanja Dückers. Ganz überraschend kommt der Tod des Vaters nicht. Seit er seine Zoohandlung wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten schließen mußte, schien er jeden Lebensantrieb verloren zu haben. Als typischer Vertreter der Nachkriegsgeneration hatte er jahrzehntelang all seine Energie darangesetzt, das Geschäft auf- und auszubauen. Ja, mehr noch, die Wüstentiere, die er verkaufte, waren die Verkörperung seiner romantischen Sehnsucht nach Exotik. Allein die älteste Tochter teilt diese wirklichkeitsferne Wüstenleidenschaft, die schuld daran war, daß der Vater seine Kinder weniger wahrnahm als die Warane im Terrarium. Der jüngste Sohn hat der Familie sogar den Rücken gekehrt und ist nicht zu erreichen. Die anderen vier ahnen nicht, daß er die ungelebten Träume seines Vaters auf eigenwillige Art wahrgemacht hat. Unter demEindruck der Todesnachricht erkennen die längst erwachsenen Kinder auch den eigenen Lebensweg in unerbittlicher Schärfe. In ihrem raffiniert erzählten Roman blickt Tanja Dückers hinter die Kulissen einer Familie, in der Erfahrungen und Lebensstile zweier Generationen aufeinanderprallen.

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Camilla Läckberg; Der Prediger von Fjällbacka

Beschreibung
Mitten in der Urlaubssaison wird im mondänen Badeort Fjällbacka eine deutsche Urlauberin tot aufgefunden. In ihrer Nähe tauchen die Skelette zweier vor Jahrzehnten verschwundener Frauen auf. Zum Entsetzen der Tourismusindustrie wird kurz darauf eine weitere Frau entführt. In ihrem zweiten Fall kämpfen Erica Falck und Patrik Hedström mit sommerlicher Hitze und religiösem Fanatismus. Die hochschwangere Schriftstellerin und der Kommissar, mit dem sie inzwischen zusammenlebt, ermitteln unter Hochdruck.In ihr Visier rückt schon bald die zerrüttete Familie des freikirchlichen Predigers Ephraim Hult, dessen Söhne Johannes und Gabriel in der Vergangenheit blutige Schuld auf sich geladen haben. Es ist nicht der Gott der Versöhnung, dem die Hults dienen.Es ist der Gott der Rache.

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Anne Chaplet; Sauberer Abgang

Beschreibung
»Dalia hatte wie immer ganze Arbeit geleistet: die benutzten Gläser abgespült und poliert, den gläsernen Schreibtisch gewienert, die Telefonanlage gesäubert und sogar die Computertastatur gereinigt. Sie hatte den Papierkorb geleert und das Leder der Sitzgarnitur in der Besucherecke abgerieben. Sie hatte alles so gemacht, wie es sich gehört im Zimmer des Geschäftsführers. «Aber es gehört sich nicht, alles gründlich sauber zu machen, wenn der Geschäftsführer tot auf dem Boden liegt. Sie hätte Hilfe holen müssen, sofort, auch wenn der Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte. Nicht nur einmal findet Dalia Sonnenschein beim Putzen der Managerbüros einen Toten. Zufall? Karen Stark ermittelt und stößt auf eine alte Geschichte von Schuld und Erpressung, Liebe und Hass.

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Petra Ivanov; Tote Träume

Beschreibung
Mit dem Erscheinen des ersten Kriminalromans «Fremde Hände» (2005) ist der Autorin Petra Ivanov ein fulminanter Start als Buchautorin gelungen: Die erste Auflage war in wenigen Wochen verkauft und für kurze Zeit schaffte es die Autorin mit ihrem Titel sogar in die Liste der bestverkauften Bücher der Schweiz.

Nun liegt der zweite Band «Tote Träume» vor, bei dem Bezirksanwältin Regina Flint und Kriminalpolizist Bruno Cavalli wiederum gemeinsam ermitteln. Der Roman erzählt von Vorurteilen und Einsamkeit, schwelender Liebe und unerfüllten Wünschen. In der Brandruine einer Asylunterkunft in Zürich wird die Leiche von Thok Lado, einem Asylsuchenden aus dem Sudan, gefunden. Erste Untersuchungen des Rechtsmediziners ergeben, dass der junge Mann bereits vor Brandausbruch tot war.

Kriminalpolizist Bruno Cavalli ist überzeugt, dass der Schlüssel zum Täter über das Opfer gefunden werden muss. Bezirksanwältin Regina Flint, die die Untersuchung leitet, verlangt jedoch dort anzusetzen, wo die ersten Spuren hinführen: zur zwielichtigen Gestalt des Pfarrers. Bei ihm haben die anderen Menschen der abgebrannten Asylunterkunft Aufnahme gefunden. Einige im Quartier als Ausländerhasser bekannte Jugendliche gehen in diesem Pfarrhaus ein und aus. Darunter auch Cavallis Sohn, der plötzlich als Verdächtiger gilt. Bruno Cavalli muss den Fall abgeben. Regina Flint hat sich und ihre Arbeit als gradlinige Anwältin in Chefposition gerne im Griff und ist stets um Korrektheit bemüht. Obwohl sie gedacht hat, ihre Liebe zum charismatischen Cavalli gehöre endgültig der Vergangenheit an und sie habe diese mit Vernunft gelöscht, glimmt sie in «Tote Träume» immer wieder auf. Was sich liebt, das neckt sich, und beide könnens nicht lassen, ständig mit spitzer Zunge das Tun des andern zu kommentieren.

Petra Ivanov thematisiert in ihrem zweiten Krimi aktuelle Tagespolitik – unter anderem die Verschärfung im Asylbereich in der Schweiz –, die sorgfältig recherchiert in den Text einfliesst. Wie alt war der junge Mann aus dem Sudan wirklich? Hatte er das 18. Lebensjahr überschritten oder nicht? Je nachdem hat er als Asylsuchender andere Rechte in der Schweiz. Welche Vorstellungen nach einem besseren Leben begleiten.

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Simone van der Vlugt; Klassentreffen

Zur Autorin
Simone van der Vlugt: Simone van der Vlugt, geboren 1966, hat schon mit dreizehn Jahren angefangen zu schreiben. Nach ihrem Studium der Niederlandistik und Romanistik arbeitete sie zunächst als Lehrerin. Sie selbst sagt über sich, dass besonders die Geschichte sie zum Schreiben inspiriert.

Beschreibung
Seit neun Jahren hat Sabine nicht mehr an Isabel gedacht. Erst die Einladung zum Klassentreffen beschwört unheilvolle Erinnerungen an die einst beste Freundin wieder herauf, die damals spurlos verschwand. Ausgerechnet das, was an jenem Tag geschah, scheint Sabine vergessen zu haben ... Als Sabine die Einladung zum Klassentreffen erhält, wird ihr Leben zum Albtraum. Plötzlich stürmen Erinnerungen auf sie ein an eine Zeit vor neun Jahren, die sie längst überwunden zu haben glaubte. Sabine ist vierzehn Jahre alt, als sie zum ersten Mal tief verletzt wird. Ihre beste Freundin Isabel beachtet sie nicht mehr, schlimmer noch, zusammen mit ihren Klassenkameraden quält sie Sabine, die sich immer mehr in die Einsamkeit zurückzieht. Eines Tages verschwindet Isabel - spurlos. Jede Suche endet vergeblich, auch ihre Leiche wird nie gefunden. Aber ist Isabel tatsächlich ermordet worden, wie alle in Den Helder glauben? Was ist damals geschehen? Und warum scheint Sabine die Erinnerung an genau jenen Tag verdrängt zu haben? "Am Ende schlägt man das Buch zu und ist wie betäubt. Sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt."