Zukunftswohnen 1 - Bericht

Gut gestimmt kamen 26 Mitglieder und Interessentinnen des Frauennetzes an diesem Anlass zusammen. Der ausgedehnte Apéro zu Beginn bot allen die Gelegenheit, miteinander in’s Gespräch zu kommen, neue und alte Kontakte zu pflegen. Nach der kurzen Begrüssung durch das Leitungsteam gab es das erste ‚Frauen-Portrait’, bei dem sich uns von nun an bei jedem Anlass eine Frau aus Wallisellen noch während des Apéros in lockerer Atmosphäre vorstellt. Die erste Mutige war Marianne Camenzind, Leiterin der Erwachsenenbildung Wallisellen, die auf sehr persönliche Weise auch von ihrem Lebensmotto ‚offen und respektvoll miteinander umgehen’ sprach.

Anschliessend ging es zum Thema unseres Abends: Frau Simone Gatti , geschäftsführende Präsidentin der Genossenschaft ‚Zukunftswohnen 2. Lebenshälfte’, führte uns an das Thema ‚Zukunftswohnen – wie will ich eigentlich selber im Alter wohnen?’ heran. Nach einer Einführung mit zum Teil überraschenden Informationen zu den Altersstrukturen (z.B. nur 22% der Bevölkerung sind älter als 60 Jahre alt….) ging es dann konkret um unsere eigenen Wünsche und Visionen. In den Gruppen an den Tischen vertieften wir uns schnell in sehr persönliche Gespräche, was den angenehmen Zusatzeffekt hatte, dass sich auch bisher eher fremde Frauen schnell näher kamen. In der anschliessenden Diskussion im grossen Plenum kristallisierte sich dann heraus, dass die Wohnwünsche für die 2. Lebenshälfte gar nicht so weit auseinander liegen: Hausgemeinschaften mit guten, tragenden Kontakten und gegenseitiger Hilfe, Gemeinschaftsräume als Treffpunkt, Generationengemisch aus Erwachsenen, leicht erhältliche Dienstleistungen, zahlbar, ÖV / Läden / Kultur zu Fuss erreichbar, so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt bleiben – das waren Bedürfnisse und Vorstellungen, denen die meisten zustimmen konnten. Aber auch Bedürfnisse wie Kontakt zu Familien mit Kindern, Zwischenträume realisieren mit z.B. aus dem Haus im Grünen für ein paar Jahre in eine Wohnung zentral mitten in der Stadt ziehen, etc. wurden besprochen und der Austausch untereinander war dadurch sehr fruchtbar.

Zum Abschluss stellte Frau Gatti uns bereits realisierte Projekte vor, die spannend waren in ihren unterschiedlichen Ansätzen, Ausgestaltungen und Umsetzungen der verschiedenen Bedürfnisse der jeweiligen Bewohner. Auch dabei begegneten uns wieder neue Ideen, wie z.B. ein Waschraum mit mehreren Waschmaschinen, damit dieser Raum auch wieder zum Treffpunkt der Hausgemeinschaft wird.
Insgesamt wurde die Mischung aus Referat und Workshop durch das Temperament, die Spritzigkeit und dem Humor von Frau Gatti eine heitere, ermutigende Sache, die Lust machte auf mehr und sicher noch einigen Stoff für Gespräche mit Partner und Freunden bietet.

Am Ende des offiziellen Teils des Abends wartete das Leitungsteam noch mit Informationen in eigener Sache auf: Sabine Reimann Niederhauser verlässt das Leitungsteam nach zwei Jahren intensiver und sehr angenehmer Aufbauarbeit, um neben der Familie Kapazität für eine Ausbildung zu haben. Neu hat sich Arlette Rutschmann, bekannt als Schulpflegerin, bereit erklärt, im Leitungsteam mitzuarbeiten. Sie wird von den anwesenden Mitgliedern gewählt und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Alice Thalmann und Barbara Neff.